Auch eine Badeprothese muss die Behinderung weitest gehend ausgleichen

Auch eine Badeprothese muss die Behinderung weitest gehend ausgleichen
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Der Anspruch auf Hilfsmittelversorgung ist bekanntlich im Recht der Gesetzlichen Krankenversicherung, dem 5. Sozialgesetzbuch (SGB V), geregelt. Danach trägt die Krankenkasse die Kosten der Hilfsmittelversorgung, wenn die Voraussetzungen des Anspruchs (§ 33 SGB V) erfüllt sind. Zudem haben beinamputierte Versicherte einen Anspruch auf Versorgung mit einer zusätzlichen Badeprothese, bislang lediglich mit dem Anspruch, sich zu Hause in Bad und Dusche sowie außerhalb der Wohnung im Schwimmbad sich bewegen zu können, damit die Alltagsprothese nicht zu Schaden kommt. Die Frage, über welches Ausstattungslevel eine Badeprothese verfügen soll, hatte die Rechtsprechung bisher nicht entschieden.

Stand der Technik im Sinne eines Gleichziehens mit einem gesunden Menschen

Eine gesetzliche Krankenkasse wurde von einem Sozialgericht aktuell verurteilt, eine unterschenkelamputierte Versicherte als Zweitprothese mit einem wasserfesten Echelon Prothesenfuß, der über eine biomimetische Knöchelgelenkshydraulik verfügt, auszustatten und dass eine einfache Ausstattung, mit einem „starren“ Fuß nicht ausreichend für ihre Badeprothese sei. Diese Badeprothese mit einem Echelon Prothesenfuß bietet nach Ansicht des Sozialgerichts der Klägerin deutliche Gebrauchsvorteile und sie ist in der Lage, ihr Gangbild einem gesunden Menschen weitgehend anzugleichen. Ein natürliches Abrollen sei mit einem herkömmlichen Prothesenfuß ohne Gelenkshydraulik nicht möglich und würde zu einem unnatürlichen Laufverhalten führen. Ein starrer Prothesenfuß genüge daher dazu nicht.

Echelon Prothesenfuß: physiologisches Gehen nach dem Vorbild der Natur

Der preisgekrönte Echelon mit biomimetischer Hydraulik-Technologie ermöglicht besonders natürliches Gehen.Der preisgekrönte biomimetische Karbonfederfuß Echelon mit hydraulischem Knöchelgelenk ermöglicht sicheres Laufen, Stehen, Bergauf- oder Bergabgehen sowie Treppen steigen. Der Echelon sucht selbstständig permanent vollflächigen Bodenkontakt, passt sich kontinuierlich an jeweilige Untergründe an und ist für die Süß- und Salzwasserumgebung – somit für Badeprothesen – geeignet. Auf unterschiedlichem Terrain ist sicheres und angstfreies Gehen möglich. Ein natürliches Gangbild ist das Ergebnis. Für Prothesenträger ist ein außergewöhnlich „echter“ Bewegungsablauf möglich. Die hohe Sicherheit und der medizinische Nutzen für Anwender im täglichen Leben sind bewiesen. Vierzehn Forschungsarbeiten wurden ausgewertet und sind als Studien-Kompendium bei Endolite erhältlich.

Frau Rechtsanwältin Bigus hat hierzu einen aktuellen Beitrag verfasst. Nach ihrer Kenntnis hat hiermit erstmalig ein Sozialgericht bestätigt, dass eine Badeprothese die Behinderung der Versicherten weitest gehend ausgleichen muss.

http://blog.hartmann-rechtsanwaelte.de/bundessozialgericht/auch-eine-badeprothese-muss-die-behinderung-weitest-gehend-ausgleichen/?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=Wissen.kompakt+2018-05&utm_content=Mailing_12435452