STOP Pressure Ulcer Day 16. November 2017

STOP Pressure Ulcer Day 16. November 2017
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Am 16. November 2017 ist der weltweite „STOP Pressure Ulcer Day“. Das ist der Tag an welchem Ärzte, Krankenhäuser sowie Medizintechnik- und Hilfsmittelhersteller und viele weitere Firmen im Gesundheitswesen zusammenarbeiten, um die breite Öffentlichkeit, Fachleute und Politiker auf das Thema Dekubitus zu sensibilisieren. Blatchford ist stolz darauf die Kampagne „STOP Pressure Ulcer Day“ zu unterstützen, um das Bewusstsein für die Fakten von Druckgeschwüren zu fördern.

„Druckgeschwüre (Dekubitus) werden verursacht, wenn ein Hautbereich und darunter liegendes Gewebe beschädigt werden, da sie unter Druck gesetzt werden, der ausreicht, um die Blutversorgung zu beeinträchtigen“ (Nice, 2014). Dies tritt typischerweise über einem knöchernen Vorsprung auf, als ein Ergebnis von Druck oder in Kombination von Druck- und Scherkräften (EPUAP et al. 2014).

Bei Menschen mit eingeschränkter Mobilität kann sich durch die Verringerung der Fähigkeit, ihre Liege- oder Sitzposition zu wechseln, ein Dekubitus entwickeln, da an bestimmten Körperstellen der Druck verstärkt wird und auf das Gewebe einwirkt. Die Folge: Risiken, die mit einigen medizinischen Bedingungen verbunden sind. Ein Dekubitus verursacht bestimmte Veränderungen auf der Haut, die Belastungstoleranz verringert sich. Dies ist auf eine Verringerung der Fähigkeit der Haut zurückzuführen, mechanische Belastung zu tolerieren, z.B. bei neurologischen Erkrankungen, Diabetes oder vorhandenes Narbengewebe. Sowohl für Prothesen- als auch Rollstuhlfahrer kann das Risiko bestehen, einen Dekubitus zu entwickeln.

Wichtige und konsequente Maßnahmen wirken vorbeugend. Beim Sitzen wird das Risiko von Dekubitus verringert, indem sichergestellt wird, dass die Sitzfläche der Körperform des jeweiligen Nutzers entspricht. Dies maximiert die Oberfläche, über die der Druck verteilt wird, wodurch auftretende Druckspitzenbelastungen reduziert werden. Dies ist eines der Hauptziele von maßgefertigten Sitzen neben der verbesserten Körperhaltung. Eine entsprechende Haltungsunterstützung kann ebenfalls das Risiko von Druckgeschwüren verringern, da sich die Last auf andere Bereiche des Körpers, wie den Rücken und die Füße, besser verteilen kann und sich die Gefahr des Gleitens im Sitz verringert, von dem bekannt ist, dass dies zu schädlichen Scherkräften führt. Darüber hinaus können, wenn ein hohes Risiko für Dekubitus vorliegt, spezielle Materialien für die Druckumverteilung verwendet werden.

Die Beinprothese muss gut angepasst sein, um zu funktionieren. Dies kann jedoch die Luftzirkulation reduzieren und Hitze und Schweiß einschließen. Das feuchte Milieu kann dazu führen, dass die Haut erweicht, wodurch sie anfälliger für Gewebeverletzungen wird, wenn sie mechanischen Reizen wie Druck, Scherkräfte oder Reibung ausgesetzt ist. Narbengewebe ist besonders anfällig für diese Kräfte.

Das Risiko von Druckgeschwüren kann reduziert werden, indem der Prothesenschaft so gebaut wird, dass der drucktolerante Bereiche belastet und druckempfindliche Bereiche entlastet werden, wodurch ein optimaler Prothesensitz gewährleistet wird. Das erhöht nicht nur den Tragekomfort, sondern sorgt für gleichmäßigere Belastung und reduziert die Spitzenbelastung. Spezielle Liner können ebenfalls dazu beitragen, Scherkräfte zu reduzieren, indem sie den Druck auf die Haut reduzieren und Atmungsaktivität bieten.

Gesunde Haut ist entscheidend für die fortwährende Nutzung von Sitzflächen oder Prothesen sowie für das allgemeine Wohlbefinden jedes Einzelnen. Die Berücksichtigung der Prävention von Druckgeschwüren ist ein Schlüsselelement bei der Konzeption von Mobilitätstechnologien. Durch die Sensibilisierung für die Auswirkungen von Dekubitus auf das Wohlbefinden der Anwender können wir im Gesundheitswesen eng im Netzwerk zusammen arbeiten, um sie zu einer vermeidbaren Erkrankung zu machen.

Klicken Sie hier, um mehr über Druckgeschwüre zu erfahren und wie Sie diese verhindern können.

Jeder kann tätig werden! Hier informiert der Organisator EPUAP (European Pressure Ulcer Advisory Panel), wie Sie sich engagieren können.

http://www.epuap.org/wp-content/uploads/2017/10/flyer_stoppuday2017_a5_v5-web.pdf

Referenzen

Bennett, g., Dealey, C., and Posnett, J. (2004). The cost of pressure ulcers in the UK. Age and Ageing, Volume 33, Issue 3, 1 May 2004, Pages 230–235.
European Pressure Ulcer Advisory Panel (EPUAP), National Pressure Ulcer Advisory Panel (NPUAP) and the Pan Pacific Pressure Injury Alliance. (2014). Prevention and treatment of pressure ulcers: Clinical Practice Guidelines. Cambridge Media.
Nice (2014). Pressure ulcers: prevention and management. Clinical guidance [CG179]. National Institute of Clinical Excellence.